Code of Conduct

Der Begriff Awareness beschreibt das Bewusstsein und die Achtsamkeit für Situationen, in denen persönliche Grenzen überschritten werden oder überschritten wurden. Dabei werden sowohl individuelle Grenzverletzungen als auch strukturelle Formen von Diskriminierung und (sexualisierter) Gewalt berücksichtigt. Ziel der Awareness-Arbeit ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich alle Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, Hautfarbe, Herkunft, Aussehen oder körperlichen Fähigkeiten möglichst wohl, frei und sicher fühlen können (Quelle: awareness-akademie.de).

Awareness betrachtet neben Grenzüberschreitungen zwischen Personen auch die kollektive Verantwortung für diese Situation in Form von präventiven und interventionellen Maßnahmen. Ein möglichst sicherer Raum kann nur durch uns alle gemeinsam geschaffen werden!

Unsere Grundsätze

Awareness und Safer Space

Ein Awareness-Team ist vor, während und nach dem Festival für dich da. Unser Team besteht aus erfahrenen und geschulten Personen, die du zu jeder Sekunde ansprechen, hinzuholen oder im Awareness-Zelt aufsuchen kannst. Du erkennst sie an den pinken Warnwesten.

  • Wir tolerieren keine Form von Rassismus, Antisemitismus, Sexismus, Ableismus sowie andere Formen von Diskriminierung und übergriffigem oder gewaltvollem Verhalten. Das gilt auch für den Austausch im digitalen Raum.
  • Passt aufeinander auf: Wenn du dich bedroht, belästigt oder unwohl fühlst, melde dich bei Bar-Mitarbeitenden oder dem Awareness-Team. Auch wenn du siehst, dass eine andere Person Hilfe braucht: frage bei der betroffenen Person aktiv nach.
  • Nur ja heißt ja: Handle nach dem Konsens-Prinzip: Handlungen und Gespräche finden nur im gegenseitigen Einverständnis statt. Wichtig ist uns ein sensibler, respektvoller Umgang miteinander.
  • Wir nutzen möglichst sensible Sprache. Wir versuchen die Sichtweisen der anderen Personen zu verstehen und auf Verallgemeinerungen und Stereotype zu verzichten.
  • Wenn wir uns durch Sprache oder Denkweisen diskriminiert fühlen, können wir mit konstruktiver Kritik darauf aufmerksam machen. Wenn Menschen konstruktiv Kritik an dich richten, sei dafür offen und höre zu.
  • Privatsphäre wird respektiert: Foto- und Videoaufnahmen erfolgen nur mit ausdrücklichem Einverständnis der betroffenen Personen.
  • Barrieren werden ernst genommen. Bedürfnisse von Menschen mit körperlichen, sensorischen oder neurodivergenten Einschränkungen werden beachtet. Hinweise zu Barrieren auf dem Gelände können jederzeit an das Awareness-Team kommuniziert werden.

Sicherheit und Gesundheit

  • Ein verantwortungsvoller Umgang mit psychoaktiven Substanzen wird erwartet. Unser Partner „Eclipse“ von der PsyCare unterstützt bei Bedarf vor Ort mit Beratung, Reduktion von Risiken und Hilfe in kritischen Situationen.
  • Bei medizinischen oder psychischen Notfällen kann Unterstützung beim Awareness-Team, dem Sanitätsdienst oder dem PsyCare-Angebot eingeholt werden. Diese Stellen arbeiten eng zusammen, um sichere Hilfe zu gewährleisten.

Nachhaltigkeit und Naturverbundenheit

  • Verantwortung tragen wir auch gegenüber dem Ort: Ein respektvoller Umgang mit Natur, Gelände und Ressourcen ist uns wichtig. Müllvermeidung, sorgsamer Umgang mit Infrastruktur sowie Schutz der Umgebung unterstützen den nachhaltigen Charakter des Festivals.

Wir evaluieren nach jeder Veranstaltung die Effektivität unseres Awarenesskonzepts. Solltest du Vorschläge haben, kannst du dich jederzeit vertraulich an uns wenden (awareness@wurzelfestival.de).

Seid achtsam miteinander!